Hans-Beat Bürgi (* 20. Januar 1942 in Münsterlingen) ist ein Schweizer Chemiker und Kristallograph. Er war von 1979 bis 2007 Professor für Röntgenkristallographie an der Universität Bern.Universität Zürich, Department of Chemistry: Prof Dr. Hans-Beat Bürgi. Lebenslauf, abgerufen am 8. April 2026.

Leben und Wirken Die Oberstufe absolvierte Bürgi im Internat des Klosters Disentis. Bürgi studierte von 1961 bis 1969 Chemie an der ETH Zürich und promovierte dort bei Jack D. Dunitz.Hans-Beat Bürgi: Zur Konformation von Benzylidenanilinen. Röntgenstrukturanalysen von Benzylidenanilin und von zwei Benzylidenanilin-Derivaten. Dissertation Nr. 4334, ETH Zürich, 1969, doi:10.3929/ethz-a-000093487. Anschliessend absolvierte er einen Postdoc-Aufenthalt an der University of Michigan bei Lawrence S. Bartell. Nach seiner Rückkehr an die ETH Zürich war er von 1971 bis 1979 Oberassistent und Leiter einer eigenen Forschungsgruppe; 1975 habilitierte er sich in allgemeiner und struktureller Chemie.

1979 wurde Bürgi an die Universität Bern berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 2007 Professor für Röntgenkristallographie war. Gastaufenthalte führten ihn unter anderem an die Princeton University, die Australian National University, das Technion, das California Institute of Technology, das Tokyo Institute of Technology, die University of California at San Diego und die University of Western Australia.

Seit 2007 ist Bürgi ständiger wissenschaftlicher Gast am Departement für Chemie der Universität Zürich; zudem ist er Mitinitiator und Co-Direktor der 2007 gegründeten Zurich School of Crystallography.

Forschung Bürgis Forschungsschwerpunkte liegen in der chemischen Kristallographie, insbesondere in der Strukturkorrelation, der Untersuchung von Reaktionspfaden sowie in der Dynamik von Atomen und Molekülen in Kristallen. Gemeinsam mit Jack Dunitz prägte er die strukturelle Beschreibung von Reaktionspfaden; nach ihm und Dunitz ist der Bürgi-Dunitz-Winkel benannt, ein in der organischen Chemie etablierter Parameter zur Beschreibung des nukleophilen Angriffs auf Carbonylgruppen.H. B. Bürgi, J. D. Dunitz, J. M. Lehn, G. Wipff: Stereochemistry of reaction paths at carbonyl centres. In: Tetrahedron. Band 30, Nr. 12, 1974, S. 1563–1572, doi:10.1016/S0040-4020(01)90678-7.

Auszeichnungen und Ehrungen 1975 erhielt Bürgi den Werner-Preis der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft.

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Einzelnachweise

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